Einige Kilometer nördlich vom Sonnenstrand liegt die Stadt Warna, die sich für einen Tagesausflug geradezu aufdrängt. Warna ist die drittgrößte Stadt Bulgariens und Standort eines internationalen Flughafens. Auch der Hafen der Stadt ist für Bulgarien von großer wirtschaftlicher und verkehrstechnischer Bedeutung und einst war Warna sogar die erste Endstation vom berühmten Orient-Express.
Die Hafenstadt ist aber nicht nur in wirtschaftlicher Hinsicht von Bedeutung. Für Touristen ist sie besonders deshalb so attraktiv, weil sie über ein beachtliches kulturelles Angebot verfügt. Zahlreiche beeindruckende Kathedralen und Kirchen locken interessierte Touristen in Scharen in die Stadt und auch das Angebot an Museen, Ausstellungen und verschiedenen Sonderveranstaltungen ist bemerkenswert. Auch wer sich für Theater und Oper interessiert, kommt in Warna nicht zu kurz. Das Stojan Batschworow ist für Interessierte ebenso empfehlenswert wie die bekannte Warnaer Oper, die Teil einer riesigen Parkanlage ist und die Kulisse für ein aufwändiges Wasserspiel bietet, das besonders abends, wenn es aus verschiedenen Richtungen ausgeleuchtet wird, ein wirklich Sehenswertes Highlight des Parks ist.
Etwas hinter dem Stadtzentrum gelegen, befinden sich freigelegte Thermen aus römischer Zeit. Die unglaubliche 7000 Quadratmeter große Anlage stammt aus dem 2. Jahrhundert nach Christus und stellt die größte Termenanlage Bulgariens dar. Von der einst pompösen Ausstattung mit aufwändig gestalteten Mosaiken und Mamorverzierungen sind heute nur noch wenige Reste übrig geblieben, doch eine Besichtigung der Anlage lohnt sich in jedem Fall. Die römischen Thermen sind aber nicht die einzigen Relikte aus antiken Zeiten, das „neue römische Bad“ ist ebenfalls eine über 1500 Jahre alte Anlage, deren Ruinen noch gut erhalten sind und aus dem 4.-6. Jahrhundert sind in Warna auch Thermen byzantinischen Ursprungs erhalten.
Wer sich lieber mit dem Hier und Jetzt auseinandersetzen möchte als sich mit längst vergangenen Zeiten zu befassen, wird im Aquarium der Stadt Warna viel sehenswertes finden. Schwerpunkt des Aquariums liegt – wie könnte anders sein – auf der Tierwelt des Schwarzen Meeres.
Ingesamt ist Warna eine überaus abwechslungsreiche Stadt, in der ihre antiken Wurzeln ebenso präsent sind wie das moderne Flair der Großstadt, die sie heute ist.
Warna nahe Sonnenstrand
03. Dezember 2010Sweti Wlas – ein kleiner, feiner Ferienort nahe Sonnenstrand
24. Juni 2010Die kleine Stadt Sweti Wlas liegt im Osten Bulgariens an der Küste des Schwarzen Meeres und ist als Ferien- und Kurort beliebt. Der Name der zur Gemeinde Nessebar gehörenden und nach einem Heiligen benannten Stadt bedeutet übersetzt Heiliger Wlas.
Sweti Wlas liegt 40 Kilometer nördlich der viertgrößten Stadt Bulgariens, Burgas, zwischen den Orten Sonnenstrand und Elenite. Mit dem Balkangebirge auf der einen und dem Schwarzem Meer auf der anderen Seite bietet das kleine Seebad eine wunderschöne Kulisse. Der 1000 Meter lange, von Parkanlagen, Geschäften, Restaurants, Pensionen und Hotels umgebene Sandstrand, fällt sanft in das Meer ab und lädt an den zahlreichen Sonnentagen zum Baden ein. Die Zahl dieser liegt bei etwa 90 in der Saison und mit seiner angenehmen Durchschnittstemperatur von etwa 26 Grad ist Sweti Wlas mit seinem Klima ideal für den Sommer- oder Kururlaub.
Auch die Umgebung von Sweti Wlas hat einiges zu bieten. Das 10 Kilometer entfernte Fischerdorf Nessebar in der gleichnahmigen Gemeinde ist Natur- und Weltkulturerbe der UNESCO. Dort kann man zum Beispiel die historische Altstadt oder das 60 Meter hohe, steil ins Meer abfallende Kap Emime besichtigen. Für etwas Großstadtflair kann man mit Bussen, die regelmäßigen von Sweti Wlas abfahren, in die Hafen- und Industriestadt Burgas fahren, die 40 Kilometer entfernt liegt. Sie möchten lieber die Küste vor Sweti Wlas erkunden? Kein Problem mit einem Yachtcharter!
Die Geschichte von Sweti Wlas
Gegründet wurde die Siedlung im 2. Jahrhundert unter dem Namen Larisa vom thrakischen Stamm der Larissi. Nachdem in der Region im 14. Jahrhundert fünf Klöster erbaut wurden, nannte man sie das kleine Athos, in Anlehnung an die gleichnamige griechische Mönchsrepublik. In dieser Zeit erhielt der Ort auch seinen heutigen Namen Sweti Wlas, nach dem Heiligen Wlas, Schutzherr der Heiler, Händler und Viehzüchter. Dieser war auch Namensgeber für eines der Klöster in der Gegend, das jedoch später niedergebrannte.
In der Zeit der osmanischen Fremdherrschaft im 18. Jahrhungdert wurde sie Siedlung in Kjutschjuk Manastir und später in Dorf Morf Manastir umbenannt. Die Spuren der Zerstörung, bei der unter anderem alle fünf Kloster niedergebrannt wurden, sind teilweise noch heute sichtbar. Erst seit 1886 trägt der Ort offiziell den Namen Sweti Wlas. Im Jahre 1963 erhielt es außerdem den Titel „Meeresklima-Kurort“ und seit dem Februar 2006 darf sich Sweti Wlas offiziell eine Stadt nennen.